VR/AR meets portfolio – Optimiertes Produktmarketing & Markenpräsenz via VR/AR (inkl. Portale)

Der VR Business Club lädt zusammen mit Telepool, Capgemini und dem MedienNetzwerk Bayern ein zum Kick-off Event des SparX Entertainment Labs: VR/AR meets portfolio – Optimiertes Produktmarketing & Markenpräsenz via VR/AR.

Ziel des SparX Labs ist es gemeinsam mit unseren Mitgliedern von Telepool, Capgemini, Scalable Capital sowie weiteren Experten anhand von Konzeptvorschlägen (Challenges) Lösungsansätze zu erarbeiten, wie man über VR/AR das eigene Portfolio und die Frage „wer bin ich“ gegenüber dem Endverbraucher spannend, intuitiv verständlich, gut erinnerbar und unverwechselbar platziert.

In diesem Zusammenhang erörtern wir auch, ob sich ein Auftritt gegenüber dem Kunden mit attraktiven Entertainment- & Infotainment-Experiences abrunden lässt, die das eigene Produkt inhaltlich ergänzen. Kann darüber ein wirtschaftlicher Mehrwert (ancillary revenues) generiert werden?


Da alle anspruchsvoll gemachten VR/AR Experiences teuer sind, geht es nicht zuletzt auch um die Frage, wie man sie finanziell „klug“ strukturiert:

  • Lässt sich eine in Auftrag gegebene Experience in verschiedenen Versionen konzipieren und für unterschiedliche Zwecke einsetzen (z. B. als in house-Schulung und für den externen Marktauftritt)?
  • Funktionieren im VR/AR Kofinanzierungs- oder Vertriebsmodelle nach Vorbild der Filmindustrie?

Folgende Mitglieder des VR Business Club stellen ihre Challenges vor:

  • Im Bereich Bankdienstleistung: Sandra Ficht, Vice President & Head of Digital Banking bei Capgemini: Wie wecke ich Neugier? Diese Frage gilt gerade auch für schon bekannte (Standard-) Produkte, die via VR/AR auf neue und packende, da bislang unbekannte Weise erzählt werden.
  • Im Bereich Vermögensverwaltung: Scalable Capital:
    Lässt sich via VR / AR eine immaterielle, Algorithmen-basierte Dienstleistung „erlebbar“ gestalten?
    Im Bereich der Geldanlage ist die Digitalisierung im vollen Gange. In den letzten Jahren sind vermehrt online-basierte Angebote unter dem Stichwort „Robo-Advice“ entstanden: hier wird Geldanlage vollautomatisiert mittels intelligenter Algorithmen gesteuert. Der größte Anbieter hierzulande, Scalable Capital, verwaltet mithilfe solcher Tools über 1 Milliarde € Kundenvermögen für über 40.000 Kunden. Da bei jeder Geldanlage Vertrauen eine große Rolle spielt, ist die Herausforderung: Gelingt es mittels VR / AR, dass der Kunde trotz großer Distanzen eine emotionale Beziehung zu seinem Verwalter aufbaut? Kann die Funktionsweise mathematischer Algorithmen so dargestellt werden, dass sie keine Blackbox mehr ist?
  • Im Bereich Versicherungen: tba. Kann VR/AR meine Produktmerkmale und die Frage `wer bin ich´ spannend veranschaulichen? Gerade bei komplexen Produkten im Dienstleistungsbereich kann narrativ-immersives VR/AR helfen, detaillierte Merkmal-Kataloge visuell erfahrbar zu machen und so die Produkterläuterung lebendig zu gestalten. Am Beispiel von Versicherungsbedingungen gilt: das Entscheidende steckt oft im Detail. Weder dem Leistungsanbieter noch dem potentiellen Kunden ist geholfen, wenn dessen Interesse ermüdet, bevor er den vollen Überblick über alle Produktvorzüge erlangt. Was für das Produkt gilt, gilt aber ebenso für den Markenauftritt: VR / AR kann dazu beitragen, dem Kunden auf seine Frage `wer bist du´ eine richtig gute Antwort zu geben. Die Kunst steckt im `wie´.
  • Beim Betrieb und bei Gestaltung des Unterhaltungsangebots an Flughäfentba:
    VR/AR im Terminal: Kann ich Wartezeit in Aufmerksamkeit ummünzen und Konsumentscheidungen rund um die Reise stimulieren ? Jeder kennt das: Man kann im Terminal im Duty Free, häufig auch an Bord Parfum, Uhren & Schmuck etc. erwerben – so werden bei Gelegenheit des Flugs dritte Artikel vermarktet. VR/AR bietet hier am Boden während der Wartezeit weitreichende Möglichkeiten: der Kunde kann etwa Unterhaltung am Zielort via Teaser erleben und sodann gleich buchen (Besuch von Museen und Sehenswürdigkeiten, Theater/Tanz, Musical/Konzert etc.). Ebenso: Shopping in allen Dimensionen. Wie sieht hier der Flughafen der Zukunft aus: Was wünscht sich der Kunde, der am Gate gut unterhalten sein möchte – und welche Möglichkeiten hat der Flughafenbetreiber so `ancillary revenues´ zu generieren? Kann ich solche Portale mit ihrem Unterhaltungsangebot auch zweitverwerten, mithilfe eines Vertriebs?
  • Im Kulturbetrieb: tba: Wie erzähle ich via VR / AR eine (Festival-)Marke neu: Kann ich hierüber junges Publikum auf mein Haus & seinen Spielplan aufmerksam machen?
    VR / AR wird auch in der Kunst zunehmend genutzt: in Ausstellungen, Opern- und Theater-Inszenierungen. Die dahinterstehenden Träger erreichen mit ihrem Kulturauftrag, der über das aktuelle Programm hinausgeht, das nachwachsende Publikum jedoch nicht durch Automatismus. Selbst renommierte und international etablierte Spielstätten müssen in jeder neuen Publikums-Generation ihre Fans erst erobern – im überbordenden Unterhaltungsangebot der Gegenwart kein Selbstläufer. So gilt alle Jahre wieder: wie kann ich junge Menschen dazu bringen, sich für das Haus, das ich bin, zu interessieren und seinen Spielplan zu verfolgen – und Geld für Karten auszugeben? Auf heute gemünzt: Welche Rolle spielt hier VR / AR: Lässt sich darüber Aufmerksamkeit generieren – und Schwellenangst senken?

Technische Experten aus dem Bereich immersiver Technologien (VR,AR, MR), Holographie und Volumetric Video werden als „Lab Coaches“ mitwirken

SparXCoach: Dr. Reinhard Schultze ist Head of VR bei Telepool mit 20-jähriger Erfahrung im Medienbereich.
Der gelernte Bankkaufmann und Rechtsanwalt widmet sich der vertraglichen Strukturierung von audiovisuellem Content (Film/TV) für Mehrfachnutzung: Telepool mit seiner Weltvertriebs-Marke Global Screen ist Verwerter von audiovisuellem Content, national wie international. Dabei erwirbt Telepool Content auch über Kofinanzierung. Nebenberuflich betreibt Schultze als „Contentman“ die Entwicklung von Stoffen; hier gilt sein Augenmerk besonders ihrer Dramaturgie: „Ich glaube, dass im audiovisuellen Bereich ein Produkt dann überzeugt, wenn es inhaltlich, aber auch in seinen Business-Bezügen von Anfang an gut strukturiert wird. Ein Potenzial für Mehrfachnutzung und Weiterentwicklung lässt sich von vornherein mit-planen und Kosten lassen sich am besten gemeinsam schultern. VR/AR bietet hier großartige Möglichkeiten: In Zukunft wird es darum gehen, den Konsumenten bei den Fragen `wer bin ich ´ und `was kann mein Produkt´ mithilfe erlebnisreicher Experiences für mich zu gewinnen. Nach Vorbild der Filmindustrie werden hier visuell und erzählerisch überzeugende Experiences die Nase vorn haben – das ist die challenge. VR/AR wird die Geschichte der Produkt- und Markenpräsentation neu schreiben.“


Kick-off Event
Mittwoch, 24. Juli 16:00 – 19:00
Adresse:
Capgemini München – Applied Innovation Exchange, Olof-Palme-Straße 14, 81829 München

AGENDA
16:00 Uhr Begrüßung durch Maren Courage, Founder VR Business Club
16:15 Uhr Einführung durch Dr. Reinhard Schultze, Syndikusanwalt und Head of VR von Telepool
16:45 Uhr Vorstellung der Challenges und der Lab Coaches
17:30 Uhr Pause mit Snacks & Drinks
18:00 Uhr Themenfokussierung für die folgenden Workshops, Q&A
18:45 Uhr Legal (SKW Schwarz), Terminfestsetzung

Die darauf folgende Workshopreihe sind im Jahr 2019 drei Workshoptage (jeweils 4 Stunden) für die gemeinsame Arbeit und ein öffentliches Abschluss-Event mit Präsentation der Ergebnisse vorgesehen.